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Ist ein Season Pass wirklich sinnvoll oder nur Abzocke? – Meine Meinung #7

Mittlerweile ein Trend unter den Publishern: Um den Spielern ein Komplettpaket an kommenden und bereits erschienenen DLCs zu geben, verkauft man einfach mitunter einen Season Pass. Meiner Meinung nach ein zweischneidiges Schwert: Was gut und was schlecht am Season Pass ist!

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Zur Erklärung: Ein Season Pass ist eine Sammlung bereits erschienener und kommender Erweiterungen für ein bestimmtes Spiel. In diesem Artikel spreche ich den “DLC-Season Pass” an, also nicht derjenige, um die gesamte Staffel eines Episodenspiels zu kaufen.

Der große Vorteil des Season Pass’

…ist natürlich der Preis. Ein Beispiel: Um alle Erweiterungen des Weltkriegsshooters “Battlefield 1” zu erhalten, müsste man, geht man nach den Preisen der Vorgänger, für alle vier insgesamt 60 Euro hinlegen. Nimmt man stattdessen den Season Pass, werden nur 40 Euro fällig: eine Preisersparnis von 33%, also schon nicht wenig.

Dafür aber kauft man “die Katze im Sack“: Man muss dem Publisher und dem Entwickler vertrauen, dass sie für das Geld auch einen halbwegs guten Zusatzinhalt für das jeweilige Spiel liefern. Ist man also nicht von diesem Inhalt begeistert, hat man sein Geld vielleicht aus dem Fenster geworfen.

Wieso nicht?

Das Spiel hat dich vollends begeistert, und du hast die Qualität des Spiels als richtig gut empfunden? Wieso sollte man dann nicht zum Season Pass greifen? Die Qualität eines Games ist, meiner Meinung nach, Vertrauensbeweis genug, dass man auch in Zukunft ein tolles Erlebnis mit seinem Kauf haben kann. Und wenn man nicht schon von einem Spiel genug hat, dann sollte man auch den Entwicklern ein Gefallen tun.

Wobei sichergestellt werden muss, dass nur wegen des Anbietens neuen Contents Inhalt aus dem eigentlichen Hauptspiel nicht entfernt wurde, ansonsten wäre ich vor so einem Kauf relativ vorsichtig. Man möchte ja auch ein solches Vorgehen nicht unterstützen, nicht wahr EA?

Abschließend finde ich noch positiv an so einem Season Pass, dass durch diesen Geldvorschuss die Qualität des letztendlichen DLCs verbessert werden könnte, da ja auch mehr Budget vorhanden ist.

the witcher 3 season pass
Geralt in zwei neuen Abenteuern: Der “Expansion Pass” von The Witcher 3

Ein gutes Beispiel

Ich glaube, einige haben das beste Spiel des Jahres 2015, The Witcher 3, auch mal gespielt oder zumindest davon gehört. Bei so einem Spiel kann ich einen ganz klaren Rat geben: Ja, es lohnt sich. Ein Spiel einer solchen Dimension, mit dem man so viele Stunden verbringen kann, ist ein gutes Beispiel dafür, dass man die Entwickler unterstützen sollte.
Ich finde, dass CD Project Red mit diesem Titel eines der besten Spiele überhaupt erschaffen hat. Da bietet es sich doch an, die beiden Spielerweiterungen, Blood and Wine und Hearts of Stone, sich zum eigen zu machen, um damit zu zeigen, dass ein so hohes qualitatives Niveau auch entsprechend belohnt wird.

Der Season Pass von Star Wars: Battlefront (© EA)

Ein schlechtes Beispiel

Kennt ihr noch diesen “Battlefield-Klon” aus 2015, wo riesige AT-ATs gegen Rebellen auf einer eisigen Map kämpften? Shooter-Kennern wird wohl sicher der Titel “Star Wars: Battlefront” sofort in den Sinn kommen: Na klar, das Spiel hat eine verdammt gute Geräuschkolisse und bietet sonst eine enorme Atmosphäre, wie wohl so nur wenige Spiele herankommen. Aber der Umfang war wohl mehr als fraglich: Auf vier verschiedenen Planeten konnten mit um die zehn Hauptwaffen gekämpft werden. Weltraumschlachten: Fehlanzeige. Etwas mager, selbst der Vorgänger bot mehr.
Komischerweise erschien mit dem “Todesstern”-DLC die Möglichkeit, in der Nähe des namensgebenden Todessterns eine Weltraumschlacht auszutragen.
Hmm, hat man da Inhalt aus dem Hauptspiel entfernt, um es später als vermeintliche wertvolle Erweiterung zu verkaufen?…

Fazit

Der Season Pass ist eine gute Sache, für beide Parteien. Der Spieler spart Geld, und bekommt die Möglichkeit, das gesammte Spiel mit all seinen Extras zu erhalten. Der Publisher beziehungsweise der Entwickler bekommt mehr Geld, um qualitativ höherwertige Spiele und DLCs zu erschaffen, und sie erhalten einen wichtigen Vertrauensbeweis seitens der Spieler.
Andererseits kauft man die Katze im Sack, und es bietet sich möglicherweise für den Publisher an, Inhalte aus dem Hauptspiel für einen zukünftigen DLCs herauszunehmen, um den Investoren, auf die es schließlich ankommt, einen höheren Umsatz in der Quartalsübersicht darbieten zu können.

Über Heinz 37 Artikel
Ich bin begeisterter Gamer (PC und Xbox) und schreibe seit Mai 2015 an meinem eigenen Gaming-Blog. Ab Mitte September wurde der Blog unter neuem Namen und neuem Konzept wieder veröffentlicht. Am liebsten spiele ich Ego-Shooter, MOBAs und Open-World-Spiele.

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