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Electronic Arts gab heute bekannt, dass zirka die Hälfte aller FIFA 18-Spieler zusätzlich Geld in Ultimate Team investieren. Und da fragt man sich doch, wieso?

Profitoptimierung á la EA

Wenn eine Firma für eine bestmögliche Kommerzialisierung von Videospielen steht, dann ist das wohl Electronic Arts. Schon lange geht es nicht mehr nur um elektronische Kunst, sondern bei einem Global Player geht es nun mal auch um das liebe Geld. Vollpreistitel mit Mikrotransaktionen, das war schon früher ein schwieriges Thema, und sollte eigentlich nur vereinzelt auftreten.

Doch mittlerweile ist in sehr vielen Spielen vertreten, auch wenn es mal über 70 Euro dank Vorbestellaktionen kostet, so zum Beispiel eben in FIFA 18. Für einige Euros bekommt man im (optionalen) Ultimate Team-Modus, in dem man, bekannterweise, sein eigenes Team zusammenstellt und in verschiedenen Modi gegen die KI oder Spieler aus der ganzen Welt antritt, einige Packs, in denen man zufällige Spieler für seine Mannschaft erhält, neben Münzboni, Verträgen und Fitnesskarten, und was EA sich noch alles ausgedacht hat.

Natürlich möchte man kein Bronze-Team haben, und nur die “guten” Spieler. Wer Messi, Ronaldo und Neuer in seinem Team hat, der hat einfach ein “besseres” Team. Man möchte immer besser werden. Zusätzlich zu dem normalen Ronaldo-Karten gibt es auch noch hauptsächlich eventabhängige Spezialeditionen, die noch ein kleines bisschen besser sind, als die normalen Gold-Karten, und auch noch besonders aussehen.

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Glückspiel für Kinder in FIFA 18?! – eine Geschichte

(Online-)Casinos sind ab 18. FIFA 18 ab 0 Jahren. In beiden kann man sein Geld einsetzen, um entweder mehr herauszubekommen, oder um eben Packs in FIFA zu kaufen. Und man braucht nicht mal theoretisch 18 sein, um FIFA Points zu kaufen: Beim Supermarkt oder in der Drogerie um die Ecke hängen die Xbox Live- bzw. Playstation- (bzw. Origin) Guthabenkarten, die braucht man dann bloß noch einlösen und die Points sind gekauft, und somit auch die Packs.

Sofort werden die Packs geöffnet, so wie die zahlreichen YouTuber und Influencer, die in ihren leicht übertriebenen Videos *unfassbar unglaubliche* Spieler ziehen, und natürlich gleich das nächste aufmachen. Und so macht es das pubertierende Kind vor der Konsole (nach), und die Eltern wundern sich, wohin das ganze Taschengeld denn so hingeht.

Spiele mit Lootboxen – ab 0 Jahren?

Der Jugendschutz in Deutschland ist wohl einer der besten auf der Welt – aber eben noch nicht ganz auf dem neuesten Stand. Lootboxen, oder wie in FIFA 18 “Packs”, sind für mich eine Art des Glücksspiels, und sollten deshalb erst ab 18 sein. Schon einige Fälle wurden bekannt, dass plötzlich auf der Kreditkartenabrechnung der Eltern Abbuchungen vorzufinden sind, wo ihr Kind FIFA Points gekauft hat.

Aber: Freispielen ist doch möglich!

Einige haben aber keine Zeit und keine Lust, viele Runden zu spielen, um endlich mal ein Pack zu öffnen, da kommt es doch ganz gut, dass man sie sich auch so kaufen kann.

EA schwimmt im Geld!

Natürlich könnten wir Gamer Mikrotransaktionen boykottieren, so wie wir es im Fall von Star Wars: Battlefront II gemacht haben (gleicher Publisher), doch leider finden die Packs in FIFA 18 viel mehr Zuspruch, sodass sich Electronic Arts das nicht nehmen lassen wird, weiter im beliebten Ultimate Team-Modus Mikrotransaktionen einzubauen, es lohnt sich doch.

Wird erst einmal im Trend bleiben, leider.

EA wird weiter so machen, auch wenn ihr letztes Spiel damit gegen die Wand gefahren ist. Vielleicht auch anders, aber das so wird bleiben.

Wie findet ihr Mikrotransaktionen und zusätzliche, kostenpflichtige Inhalte? Schreibe es in die Kommentare!

Quelle: Gamesindustry.biz

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