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Reportage: Die Vielfalt der Videospiele

Heute gibt es unzählige Videospiele auf dem Markt. Doch, wie begann alles? Ich möchte euch heute die Geschichte der Videospiele präsentieren, und dabei aufzeigen, wie groß die Vielfalt der Games eigentlich ist.

Alles begann in 1947

Vor etwa 60 Jahren wurde das erste Patent auf ein “Videospiel” in den USA eingereicht, der Name dessen ist leider nicht mehr bekannt. Thomas T. Goldsmith Jr. nutzte einen Röhrenrechner (Kathodenstrahlröhre), um ein sehr einfach gehaltenes Raketensimulationsspiel zu programmieren. Allerdings muss man hinzufügen, dass dies kein “Videospiel” der klassischen Art ist, wie man sie heute kennt, weil kein Signal erzeugt wurde, dass beispielsweise ein Fernseher empfangen könnte.

Vier Jahre später, 1951, wurde dann das Nim-Spiel (kurz: Gegenstände in Reihen werden nacheinander entfernt, bis der letzte Gegenstand genommen wird, derjenige, der dies tut, gewinnt.) auf einem sogenannten NIMROD-Rechner dargestellt, allerdings gibt es davon keine bildlichen Aufnahmen.

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Von Copyright Computer Laboratory, University of Cambridge. Reproduced by permission. – http://www.cl.cam.ac.uk/Relics/archive_photos.html#Copyright_Licencing, CC BY 2.0, Link

1952 erschuf A. Sandy Douglas einen Tic-Tac-Toe-Ableger für den EDSAC-Computer (siehe links). Getauft auf den Namen OXO, konzipierte er das erste “echte” und vor allem grafische Computerspiel der Welt. Außerdem ist dies das erste Spiel, dessen Name heute noch bekannt ist. Nebenbei wurde 1952 das bekannte Brettspiel “Dame” für Großrechner umgesetzt. Ein Jahr vor OXO arbeitete Ralph Baer als Mitarbeiter bei der TV-Firma Loral, die es heute immer noch in Form eines Satellitenherstellers gibt. Eben dieser Mitarbeiter bekam die Aufgabe zugeteilt, einen besonders innovativen Fernseher zu entwickeln. Dabei kam er auf die Idee, Spiele auf dem Fernseher zu spielen. Der Chef der Firma lehnte dies jedoch konsequent ab, offensichtlich eine Fehlentscheidung. 1966, also 15 Jahre später, erfand Ralph Baer den ersten Videospielprototypen. Deshalb sehen viele in ihn den Erfinder der Videospiele.

1958 gelang es dem amerikanischen Physiker William Higinbotham, den Vorgänger zum legendären Videospielhit Pong zu erschaffen. Im Großen und Ganzen ähnelte der Aufbau der Hardware den heutigen Heimspielekonsolen, nur etwas leistungsschwächer und nicht ganz so grafisch anspruchsvoll: Tennis for Two, das erste Videospiel der Welt, lief auf einem Analogcomputer, der an einen sogenannten Oszilloskop angeschlossen war, also einem grafischen Spannungsmessgerät, sozusagen der erste “Monitor”, der ein bildliches Signal von einem anderen Gerät erhält.

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Von Brookhaven National Laboratory – Screenshot, Gemeinfrei, Link

Auf eben jenen erzeugten Oszillogramm (das entstandene Bild) sieht man einen simplen Tennisplatz von der Seite und einen Ball, der von der Schwerkraft beeinflusst wird.

1961 programmierte Steve Russel an einer Universität den Weltraumshooter Spacewar!, für dessen Prototypen er etwa ein halbes Jahr brauchte. Schließlich unterstützte das Spiel erstmals Mehrspieler für zwei, und war für damalige Verhältnisse relativ revolutionär. Auf dem PDP-1, dem ersten kleineren Computer der Welt aus dem Jahre 1959, lief es, in dem man Raumschiffe steuern, und mit ihnen schießen konnte. Das Ziel des Spiels war, den jeweils anderen mit einem Schuss zu zerstören, und dabei nicht zu nahe der Sonne zu kommen. Heute wurde das Spiel mehrfach portiert.

Immer mehr neue Genres wurden erschaffen

Heutzutage gibt es so viele verschiedene Genres, also Kategorien, in die Videospiele aber auch andere Medien eingeordnet werden, dass man kaum noch einen Überblick hat. Allein Wikipedia listet 33 (!) verschiedene Genres, weitere Unterteilungen gar nicht erst mitgezählt. Das zeigt, wie groß eigentlich die Vielfalt der Videospiele ist, und nicht wie einige mit relativ viel Halbwissen behaupten, dass es eigentlich nur “Killer- und Ballerspiele” gibt, die angeblich die Jugend von heute maßgeblich verändert hat.

Hier nur eine kleine Ansammlung von Genres, die zeigen, was es eigentlich für eine unüberschaubare Bandbreite von Videospielen gibt.

Actionspiele

Actionspiele fordern nicht nur eine absolute Reaktionsschnelligkeit von den Spielern, sondern auch viel Geschicklichkeit und meistens auch Überlebensfähigkeit.

Beat ’em up

Mitten in einem Tekken 7-Kampf (© Bandai Namco Entertainment)

Auch oft im deutschen “Prügelspiel” genannt, ist das “Beat ’em up”-Genre sehr klassischer Natur. Meist geht es darum, mit einem fiktiven oder reellen Charakter den Lebensbalken des Gegners mit geschickt eingesetzten Combos gegen null zu treiben. Bekannte Beispiele sind die Street Fighter*-, die Tekken*- oder auch die Dead or Alive-Reihe. Meist haben die Beat ’em ups einen klaren asiatischen Bezug.

Teil 2 folgt!

Dieser Artikel war nur der Anfang. Teil 2 folgt in den nächsten Wochen! Wenn er erschienen ist, kannst du einfach hier klicken, um zu ihn zu kommen.

Bis dahin interessiert mich eure Meinung: Was sind eure Lieblingsgenres? Oder ordnet ihr Spiele gar nicht in Kategorien ein? Was denkt ihr über die Anfänge der Videospielhistorie? Schreibt dazu einfach unten ein Kommentar!

LG Heinz

Über Heinz 38 Artikel

Ich bin begeisterter Gamer (PC und Xbox) und schreibe seit Mai 2015 an meinem eigenen Gaming-Blog. Ab Mitte September wurde der Blog unter neuem Namen und neuem Konzept wieder veröffentlicht. Am liebsten spiele ich Ego-Shooter, MOBAs und Open-World-Spiele.

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